2004 gegründet, wurden sie in Kürze zum Publikums-Hit
zahlreicher großer Jazzfestivals.
Englische Jazzmusiker gehörten bereits in den 40er Jahren (des 20.
JH) zu den ersten Europäern, die den Jazz an seiner Quelle, in New Orleans, studierten
und praktizierten. Musiker wie Ken Colyer und Chris Barber brachten nach Europa eine fast
schon vergessene Musik mit und lösten hier das "New Orleans Revival" aus, das
von England aus bald den ganzen Kontinent erobern sollte. In diesem Revival spielten die
Bands den Jazz in etwa so, wie sich vorstellten, dass er bei seiner Entstehung in New
Orleans geklungen haben könnte (es gibt ja keine Aufnahmen aus den Anfangstagen des Jazz,
1900 bis 1917). Sie brachten aber auch eigene Ideen und typisch europäische Vorstellungen
mit ein. Es entstand so eine aktuelle Version des New-Orleans-Stils, in England nannte man
es "Trad-Jazz" (von Traditional), im deutschen Sprachraum "New Orleans
Revival".
Schlagzeuger Trevor Richards war schon als junger Mann vom Jazz und
der Atmosphäre der Stadt am Mississippi so angetan, dass er dort hinzog, um diese Musik
noch von ihren Pionieren zu erlernen. Er wanderte im Alter von 21 nach New Orleans aus und
pendelt seitdem zwischen den USA und Europa hin und her. Er lernte noch bei den beiden
Drummern Louis Armstrongs, Zutty Singleton und Cozy Cole. Trevor blickt mittlerweile auf
eine über 40-jährige Karriere zurück und ist einer der populärsten Musiker des
klassischen Jazz in der ganzen Welt.
2004 gründete er THE TREVOR RICHARDS BRITISH NEW ORLEANS
ALL STARS, um die besten britischen Musiker verschiedener Generationen zusammen
zu bringen, die diesen wunderschönen "New Orleans Revival Jazz" pflegen und mit
ihrer unnachahmlichen britischen Art präsentieren.
Neben Trevor Richards spielen:
JOHN CROCKER (Klarinette, Tenorsax), geboren 1938,
wurde Jazzmusiker während seiner Militärzeit auf Zypern und entschied sich, zurück in
England, gegen die Militärlaufbahn: Er wurde Profimusiker. Mit den damals sehr populären
Mike Cotton's Jazzmen bereiste er ab 1963 ganz Europa. Er bekam einen Ruf als
hevorragender Solist und so war 1968 die Anfrage von Chris Barber, in seine Band zu
kommen, nicht verwunderlich. John blieb in Chris Barber's Jazzband ganze 34 Jahre, nicht
viele Musiker haben dort so lange mitgespielt. Er bereiste mit der Band alle Kontinente
der Erde und spielte an der Seite der größten Stars des Jazz aus den USA, wie Trummy
Young, John Lewis, Russell Procope und Dr.John. Trotz der ausgedehnten Tourneen mit
Chris Barber hatte John noch Gelegenheit, ein eigenes Quartett am Leben zu erhalten, mit
dem er 3 CDs aufnahm. 2003 entschied sich John Crocker, nur noch mit seiner eigenen
Band aufzutreten oder als gefragter Gastsolist mit anderen europäischen Spitzenbands des
traditionellen Jazz.
COLIN DAWSON (Trompete, Gesang), geboren 1960, fing
bereits mit zehn Jahren an, Trompete zu studieren und gründete 1974 seine erste Band.
1977 und wieder 1978 besuchte er New Orleans, wo er u.a. von dem Trompetenstar der 20er
Jahre Jabbo Smith Unterricht erhielt. Seitdem tritt er mit vielen angesehenen
Musikern sowie Gruppen in Europa und den U.S.A. auf, u.a. Alton Purnell, Milt
Hinton, Al Casey, Butch Miles, Sammy Rimington und der Allotria
Jazzband.
JOHN SERVICE (Posaune, Gesang), geboren 1972 in
Schottland, hat auch mit vierzehn Jahren seine erste Band gegründet. Er spielte nicht nur
bei Jazzbands sondern auch in Orchestern wie z.B. das National Wind Band of Scotland und
war erster Posaunist in dem Orchester des King's Theatre in Glasgow. 1987 ist er Mitglied
der Picadilly Six in Zürich geworden, auch leitet er eine eigene Band und gibt als
Solist Gastauftritte in ganz Europa.
SIMON HOLLIDAY (Piano und Gesang), geboren 1964, ist
als Bandleader sowie Solist in ganz Europa und Amerika aktiv. Er fing mit drei Jahren an,
Klavier zu spielen und erhiehlt eine klassische Ausbildung, bis er eines Tages Fats
Waller entdeckte, worauf er mit siebzehn Berufsmusiker geworden ist. Unter dem
inspirierenden Einfluss der Harlem Stride-Pianisten der zwanziger Jahre beherrscht er alle
Jazzstile vom Ragtime bis Swing und Blues und ist ein unterhaltsamer Sänger und
Piano-Entertainer.
BOB CULVERHOUSE (Kontrabass und Gesang), geboren 1949,
hat in New Orleans beim Veteranbassisten Chester Zardis gelernt. Er hat in Europa Alton
Purnell, Louis Nelson, Sam Lee, Freddie Kohlman, Benny Waters
und die Sängerin Carrie Smith begleitet. Bei Tourneen der Legends of Jazz
war er Stellvertreter für den damals neunzigjährigen Jazzpionier Ed Garland, arbeitete
viele Jahre mit der Berliner White Eagle Band und war Gründungsmitglied von "Lillian
Boutté's Music Friends".
Gesehen am 13.01.2006 in Braunschweig, Jazz-
und Bluesfestival in der Stadthalle:
Hinter dem Seitenvorhang stehen CHRIS BARBER und fast alle seine Musiker,
sie hören wie gebannt eine volle Stunde lang dieser neuen Band zu, die brillant aufspielt
und 2000 Jazzfans zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Es sind Trevor Richards'
British New Orleans All Stars mit einem geradezu entfesselt aufspielenden JOHN
CROCKER (ts, cl) und einem so heiß und virtuos noch nie gehörten COLIN
DAWSON (tb). Dazu der bei uns noch kaum bekannte, aber ganz großartige JOHN
SERVICE (tb+voc) und die in
diesem Stil weltweit kein zweites Mal existierende Rhythmusgruppe mit SIMON
HOLLIDAY (p+voc), BOB CULVERHOUSE (b+voc) und "Drummer of
The Year" TREVOR RICHARDS. |
REEDS
WRITE!
Dies ist eine neue Art von
Konzertprogramm, in dem THE TREVOR RICHARDS CLASSIC JAZZ TRIO
Jazz-Kompositionen von den Klarinetten- und Saxophon-Legenden ALPHONSE PICOU, SIDNEY
BECHET, BENNY GOODMAN, COLEMAN HAWKINS, BENNY CARTER, LOUIS JORDAN, CHARLIE PARKER und
vielen anderen, gespielt von einem Weltklasse-Holzbläser, anbieten. Hören Sie die
zeitlosen Melodien dieser Altmeister und erleben Sie dadurch gleichzeitig die Geschichte
des Jazz der "Melodischen Ära".
Die "Melodische
Ära" umfaßt die 50 Jahre, in denen das Konzept von Melodie für Jazz wesentlich
war; als Holzbläser von den frühen Jahren in New Orleans bis hin zum modernen Jazz der
60er Jahre Stücke von zeitloser Schönheit schrieben. Viele dieser Titel sind über die
Jahrzehnte fast in Vergessenheit geraten, werden aber jetzt von The Trevor Richards
Classic Jazz Trio endlich wieder auf die Bühne gebracht. Mit unwiderstehlichem Swing
werden diese musikalischen Kostbarkeiten jetzt für Sie von einem der besten Holzbläser
von heute vorgetragen.
Wie gesagt REEDS
WRITE!
"Eine
kultiviertere Art, Jazz zu spielen, kann man sich eigentlich kaum vorstellen".
(Süddeutsche Zeitung, 2000)